Wenn Funktionieren zur Gewohnheit wird: Zeit für deine Ernstnahme.

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal eingeatmet und absolut nichts gedacht? Kein „Ich muss noch…“, kein „Hoffentlich klappt das…“, kein mentaler Terminkalender im Kopf?

​Für die meisten von uns ist das „Funktionieren“ zu unserem Normalzustand geworden. Wir managen Jobs, Familien, Partnerschaften und den ganz normalen Wahnsinn des Alltags. Wir sind Meisterinnen darin, den Kopf über Wasser zu halten. Psychologisch gesehen läuft unser Nervensystem dabei permanent auf einem erhöhten Stresslevel. Wir merken es oft erst, wenn die Erschöpfung tiefer sitzt als ein müder Abend auf der Couch sie kurieren könnte.

Aber wie fühlt sich dieses Funktionieren eigentlich an? Wann wird es zur Gewohnheit?

​Es schleicht sich leise ein. Du merkst es daran, dass deine Reaktionen auf dein Umfeld sich verändern. Du bist schneller gereizt, die Geduld mit den Liebsten wird dünner, und oft bleibt danach ein schlechtes Gewissen. Oder da ist diese plötzliche, tiefe Traurigkeit. Eine innere Leere, die dich überkommt, wenn es um dich herum mal kurz still wird. Du blickst ins Außen – auf Instagram, auf die Nachbarinnen, auf die scheinbar perfekte Welt der anderen – und fühlst dich in deiner eigenen Welt komplett verloren, unsichtbar und nicht gesehen. Dein Leben fühlt sich mechanisch an, so ganz anders, als du es dir jemals gewünscht hast. Vielleicht nicht mal nach dir. Vielleicht schämst du dich so zu fühlen obwohl doch alles so toll aussieht von Außen. Vielleicht sind Fühlen und Spüren dir sogar etwas fremd geworden.

​Wenn wir im reinen Überlebensmodus funktionieren, verlieren wir das Wichtigste: die Verbindung zu uns selbst. Viele Menschen, die an diesen Punkt kommen, erkennen sich selbst nicht mehr wieder.

​Ich kenne das von mir, aus meiner eigenen Geschichte. Und ich weiß, dass es kein Einzelfall ist, sondern etwas, das so viele von uns betrifft. Wenn man dich fragen würde: Wer bist du eigentlich wirklich? Könntest du es in diesem Moment überhaupt beantworten? Wenn du mal einen Moment Zeit hättest – was würdest du tun? Die Wahrheit ist: Die meisten Menschen in diesem Hamsterrad haben diese Freizeit realistisch gar nicht. Und selbst wenn eine Lücke entsteht, wissen sie gar nicht mehr, womit sie sie füllen sollen.

​Wir verlernen, was uns mal ausgemacht hat. Was war eigentlich deine Lieblingsfarbe? Was hast du früher gerne gemacht, bevor die Pflichten die Träume überlagert haben? Wo ist das lächelnde Kind von früher geblieben? Was trage ich alles, vielleicht ohne es zu wissen? Und wo kommt das wirklich her?

​Wenn du spürst, dass du dich selbst gerade überhaupt nicht mehr beschreiben könntest, weil da nur noch Pflichtgefühl und Funktionieren sind: Es gibt einen Weg zu dir. Es ist möglich, sich selbst wiederzuentdecken, sich neu zu erleben und – vielleicht zum ersten Mal überhaupt – wahrzunehmen. Es ist Zeit, dass du wieder lernst, was echte Sicherheit und Verbundenheit bedeuten und das ist nur der Anfang. Dein Ursprung ruft nach dir und nach dem Einstehen für dich selbst.

​Das Problem ist nicht, dass wir nicht stark sind. Das Problem ist, dass wir vergessen haben, wie sich das Sein anfühlt. Das reine, unbewertete Spüren. Weil wir vom Außen manipuliert und umgeformt worden sind, Strukturen auf uns wirken die uns nicht entsprechen. Mit Klarheit gehen wir tiefer, dorthin wo dein Sein verschüttet liegt unter der Last der Zeit.

​Genau hier setzen meine Impulse an. Es geht mir nicht darum, dir noch eine Aufgabe auf deine To-Do-Liste zu schreiben oder dich wieder funktionsfähig zu kriegen. Es geht darum, Last wegzunehmen und dein Innen zu klären und zu stärken, damit du dich ganz leben lernst.

​In meinen Formaten auf dieser Website begleite ich dich genau bei diesem Übergang: Raus aus dem ewigen Autopiloten, hin zu einer tiefen, inneren Ausgeglichenheit von Stark und Sanft, Selbstwirksamkeit und Selbstführung. Wir machen uns ganzheitlich auf deinen ureigenen Weg. Hin zu dir, deiner Würde, deinen Werten, deiner Wahrhaftigkeit.

​Mach es dir heute Abend gemütlich. Du hast lang genug funktioniert für heute.

​Alles Liebe,

Annika

Zurück
Zurück

Warum uns zwei Wochen Urlaub nicht retten und warum reine Nervensystem-Regulation manchmal Bullshit ist.

Weiter
Weiter

Wenn der eigene Weg beginnt